Auf einem neueren iPhone transkribiert die App „Sprachmemos“ Deutsch ganz von allein: Öffne die Aufnahme, tippe auf das Mehr-Symbol (•••) und wähle „Transkript kopieren“. Laut Apple gibt es die Funktion ab dem iPhone 12, unter anderem auf Deutsch, aber nicht in allen Ländern und Regionen (Apple, Stand Oktober 2026). Wird sie dir nicht angezeigt oder brauchst du mehr als einen Textblock, exportiere die Aufnahme in die App „Dateien“ und lade sie bei Supertranskription hoch. Beide Wege stehen unten Schritt für Schritt.

Mit Sprachmemos: die eingebaute Transkription

  1. Öffne die App „Sprachmemos“ (sie liegt im Ordner „Dienstprogramme“, falls du sie nicht auf den Home-Bildschirm gezogen hast).
  2. Tippe auf die Aufnahme und dann auf das Mehr-Symbol (•••).
  3. Wähle „Transkript anzeigen“, um den Text zu lesen und eine Stelle zu markieren, oder „Transkript kopieren“, um alles zu kopieren.
  4. Füg den Text dort ein, wo du ihn brauchst: Mail, Notizen, Nachrichten.

Die Transkription lässt sich auch schon während der Aufnahme anzeigen: Streiche oben an der Wellenform nach oben und tippe auf das Transkriptionssymbol. Eine Aufnahme, die mit einer älteren Version von „Sprachmemos“ (iOS 17 oder älter) entstanden ist, wird beim Öffnen automatisch transkribiert, wenn sie Sprache enthält.

Für ein Memo an dich selbst, eine Idee oder eine Einkaufsliste reicht das oft völlig. Lies den Text trotzdem noch einmal durch, bevor du ihn verschickst oder dich darauf verlässt: Wie jede automatische Transkription kann auch diese Fehler enthalten.

Wann sich Supertranskription lohnt

  • Dein iPhone ist älter als das iPhone 12, oder die Funktion gibt es bei dir nicht.
  • Du willst am Rechner oder mit einem Android-Handy arbeiten, ohne vom iPhone abhängig zu sein.
  • Die Aufnahme ist lang (Vorlesung, Interview, Meeting) und du möchtest den Text mit getrennten Sprechern (Sprecher 1, Sprecher 2 …) und einer Zeitmarke für jedes Wort.
  • Du brauchst Untertitel (.srt oder .vtt) oder den Text als .txt-Datei.
  • Du willst deine Memos neben deinen anderen Notizen durchsuchen und der KI Fragen dazu stellen.

1. Die Aufnahme in „Dateien“ sichern

  1. Tippe in „Sprachmemos“ auf die Aufnahme, dann auf das Mehr-Symbol (•••) und auf das Teilen-Symbol.
  2. Scrolle nach unten und tippe auf „In ‚Dateien‘ sichern“.
  3. Such dir einen Ordner aus und tippe auf „Sichern“.

Standardmäßig exportiert „Sprachmemos“ als .m4a, mit zusammengeführten Ebenen (Apple). Dieses Format lässt sich direkt hochladen. Lass die Voreinstellungen, wie sie sind: Das bearbeitbare Format (QuickTime) bringt dir hier nichts.

2. Vom Handy aus hochladen

  1. Öffne supertranskription.de in Safari.
  2. Tippe auf das Upload-Feld und wähle im Menü, das sich öffnet, die Option zum Durchsuchen deiner Dateien.
  3. Such die Aufnahme in „Dateien“ und tippe sie an.
  4. Warte auf den Text und bleib solange auf der Seite.
  5. Tippe auf Kopieren, um ihn woanders einzufügen, oder auf Herunterladen für eine .txt-Datei.

Ohne Konto existiert die Transkription nur im Tab: Kopiere sie, bevor du ihn schließt. Ein Memo ist meist kurz, deshalb reicht die kostenlose Datei oft aus (eine pro Person, höchstens 30 Minuten Audio). Wenn du häufiger diktierst, melde dich an: Bis Januar 2027 hat jedes Google- oder Apple-Konto Pro kostenlos, mit 10 Stunden Transkription im Monat und ohne Karte, und die Transkriptionen werden in Meine Notizen gespeichert. Mehr dazu auf der Seite Preise.

Vom Rechner aus

Ist „Sprachmemos“ in deinen iCloud-Einstellungen aktiviert, erscheinen deine Aufnahmen auch in der App „Sprachmemos“ auf dem Mac, wenn du dort mit demselben Apple Account angemeldet bist (Apple). Dann holst du die Datei am Mac und lädst sie im Browser hoch.

Unter Windows ist es am einfachsten, die Datei in Schritt 1 in iCloud Drive zu sichern und sie dann über icloud.com herunterzuladen. Ein kurzes Memo kannst du dir auch per E-Mail schicken.

Direkt in Meine Notizen aufnehmen

In Meine Notizen nimmt der Button „Aufnehmen“ nach der Anmeldung mit Google oder Apple direkt im Browser deines Handys auf und legt die Transkription in die Notiz. Kein Export, kein Import: Der Text steht sofort neben deinen anderen Notizen. Aufnahme und Transkription bleiben in deinem Konto, bis du sie löschst, und es gelten dieselben Limits wie auf der Startseite.

Diktieren oder Sprachmemo?

Für eine Nachricht, eine E-Mail oder eine Einkaufsliste musst du nichts aufnehmen: Tippe auf der iPhone-Tastatur auf das Mikrofon und sprich. Siehst du es nicht, schalte es unter „Einstellungen“ > „Allgemein“ > „Tastatur“ mit „Diktierfunktion aktivieren“ ein. Laut Apple setzt die Diktierfunktion in unterstützten Sprachen automatisch Kommas, Punkte und Fragezeichen ein und stoppt von selbst, wenn du 30 Sekunden still bist (Apple).

Das Diktieren passt, wenn du auf den Bildschirm schaust und gleich korrigierst. Für einen längeren Gedankengang, ein Gespräch oder eine Vorlesung ist eine Aufnahme besser: Du musst nicht aufs Handy achten und bekommst den Text hinterher in einem Stück.

So wird die Aufnahme besser

  • Hintergrundgeräusche herausfiltern. Öffne das Kontrollzentrum, tippe oben auf „Sprachmemos“ und wähle „Stimmisolation“ (Apple).
  • Das Handy nah heranholen. Halte es wie beim Telefonieren, wenn du dir selbst eine Notiz sprichst. Bei einem Gespräch legst du es zwischen die Personen auf den Tisch, nicht in die Tasche.
  • Die Aufnahme gleich benennen. Sie heißt „Neue Aufnahme“ oder trägt den Namen deines Standorts, wenn die Ortungsdienste an sind. Tippe auf den Namen, um ihn zu ändern, dann findest du sie später leichter.
  • Die aufgenommenen Personen informieren. Nach § 201 StGB ist es strafbar, das nichtöffentlich gesprochene Wort eines anderen unbefugt aufzunehmen.

Telefonate, Android und WhatsApp

Die Anrufaufnahme von Apple gibt es in der Europäischen Union nicht, also auch nicht in Deutschland (Apple). Willst du ein Gespräch mit dem Einverständnis deines Gegenübers festhalten, schalte den Lautsprecher ein und nimm mit einem zweiten Gerät auf.

Bei Android heißt die Rekorder-App je nach Hersteller anders und hat andere Menüs, das Prinzip ist aber dasselbe: Teile oder sichere die Datei und sieh dir die Endung an. M4A, MP3, WAV, OGG und AAC kannst du direkt hochladen, bei anderen Formaten wandelst du sie zuerst in MP3 um.

Eine WhatsApp-Sprachnachricht ist eine .opus-Datei. Wenn du sie in .ogg umbenennst, lässt sie sich meistens hochladen; sonst wandle sie in MP3 um.

Zu Formaten, Limits und Tipps, die für jede Aufnahme gelten, schau in den Artikel Audio in Text umwandeln.